Farbstoffmigration – wie man sie verhindert
Die Migration von Farbstoffen ist ein Problem, das uns den Tag verderben kann, vor allem, wenn wir feststellen, dass der Aufdruck auf einem Polyester-T-Shirt oder einer teuren Softshell-Jacke anfängt, Farbe anzunehmen. Manchmal ist dieser Effekt nicht sofort sichtbar, nachdem die Folie eingedrückt wurde, sondern kann erst nach einigen Stunden oder Tagen auftreten.
Wie kommt es zu diesem Effekt? Migration von Farbstoffen durch Dispersionsfärbung.
Bei Polyestergeweben ist die Farbstoffmigration auf die Art und Weise zurückzuführen, wie die Gewebe gefärbt werden. Polyestergewebe können nicht nur durch Sublimation, sondern auch durch Dispersion gefärbt werden. Beim Färben der Stoffe öffnen sich die Fasern unter Hitzeeinwirkung, die Pigmente werden bei Temperaturen über 190 °C gasförmig und lösen sich dann auf. Nach dem Abkühlen sind die meisten Pigmente in den Polyesterfasern „gefangen“ und wandern nicht weiter. Erhitzt man das Textilstück nun aber auf über 130 °C, öffnen sich die Polyesterfasern wieder und die Pigmente beginnen an die Faseroberfläche zu wandern, was zum Einfärben des Drucks führt.
Um die Pigmentwanderung bei Polyestergeweben zu vermeiden, kann eine niedrigere Übertragungstemperatur verwendet werden. Dann bleiben die Polyesterfasern geschlossen und die geringe Menge an Pigmenten an der Außenseite der Fasern verursacht keine Probleme. Die Verwendung einer Folie mit einem Farbstoffblocker kann helfen, diese geringe Migration zu verhindern.
Das Problem mit Softshell-Jacken
Dieses Thema ist etwas komplizierter. Zum einen bestehen diese Jacken aus Mikrofasern, die sich nur schwer von überschüssigen Pigmenten reinigen lassen. Zweitens enthalten sie elastische Fasern wie Lycra oder Elastan, die auch bei niedrigeren Temperaturen anfälliger für Farbstoffwanderungen sind.
Bei Softshell-Jacken kann der auf den Fasern verbleibende Pigmentüberschuss so hoch sein, dass die Sperrschicht selbst nicht in der Lage ist, die Migration zu verhindern. Dies hängt mit der Menge der Pigmente und ihrer Verteilung auf der Oberfläche des Materials zusammen. Um dies zu verhindern, muss eine geeignete Folie gewählt werden, die eine niedrigere Temperatur benötigt und zusätzlich einen Blocker enthält, der die Migration verhindert.
Ein Beispiel für eine solche innovative Folie, die die Pigmentmigration verhindert, ist Flex BF WINDSTOP. Dabei handelt es sich um eine Polyurethanfolie, die mit einem wärmeaktivierten Klebstoff beschichtet ist und sich ideal für die grafische Gestaltung von wasserdichten Jacken, Mützen, Stiefeln und anderen Kunstfasern eignet. Der eingebaute Blocker verhindert die Migration der Farbe, so dass helle Farben auf dunkle Stoffe gedruckt werden können.
Es sei auch daran erinnert, dass Folie nicht die einzige Lösung ist. Wenn Sie einen lang anhaltenden Effekt wünschen und das Risiko der Farbmigration minimieren wollen, können Sie auf die Übertragung verzichten und andere Methoden wie z. B. die Stickerei verwenden.
Es lohnt sich, das Problem der Farbstoffmigration zu verstehen und die richtigen Lösungen zu wählen, um lang anhaltende und auffällige Drucke auf Textilien zu erzielen.


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